Rund ums Gewicht

Folgeerkrankungen

Je nachdem, wie viel Übergewicht vorhanden ist, müssen Betroffene mit Folgeerkrankungen rechnen, die sich im Laufe des Lebens entwickeln können. Nehmen Sie das Wissen über die zu erwartenden Erkrankungen als zusätzliche Motivation, um Ihren Weg zu einem gesünderen Gewicht weiterzugehen:

Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Die beiden häufigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes. Während sich das Risiko für Typ 1 Diabetes durch den Lebensstil kaum beeinflussen lässt, erhöhen ungesunde Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung das Risiko für Typ-2-Diabetes. Der ungesunde Lebensstil kann durch verschiedene Mechanismen dazu führen, dass sich zu viel Zucker im Blut befindet. Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit.

Fettstoffwechselstörungen sind sehr häufige Erkrankungen mit Erhöhung der Blutfette (LDL, Triglyzeride, Cholesterin) und Ablagerung von an Eiweißen gebundenen Fetten in den Blutgefäßwänden (Arterien). Bedrohlich sind insbesondere die Folgeerkrankungen wie koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall und periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit).

Unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder kardiovaskulären Erkrankungen werden Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße zusammengefasst. Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen häufig vor und sind für einen Großteil der Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Das Fortschreiten dieser Erkrankungen kann jedoch durch Lebensstilmaßnahmen und medikamentöse Therapien häufig verlangsamt werden.

Gicht (Arthritis urica) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich zu viel Harnsäure im Blut ansammelt, so dass Harnsäure-Ablagerungen in Gelenken entstehen. Es kann außerdem zur Schädigung der Nieren führen. Ein typisches Symptom des ersten Gichtanfalls sind heftige Gelenkschmerzen, meist beginnend in den Zehen.

Arthrose, umgangssprachlich Gelenkverschleiß, ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Bei dem Leiden verschleißt der Knorpel an den Gelenken. Er dient als Schutzschicht, die sich zwischen den beiden Knochenenden befindet, und verhindert im Normalfall, dass die Knochen aufeinander reiben. Durch ein erhöhtes Körpergewicht werden die Knorpel an bestimmten Gelenken besonders stark beansprucht, was zu einer erhöhten Abnutzung führen kann.

Adipositas kann mit einem erhöhten Risiko für Harninkontinenz verbunden sein.

Was das Schnarchen hervorruft, kann sich bei den Betroffenen stark unterscheiden, Adipositas kann jedoch ein Faktor sein, der Schnarchen begünstigt. Studien zeigen, dass starke Schnarcher anfälliger für Herzkreislauferkrankungen sind. Besonders gefährlich: Aus dem Schnarchen kann sich eine Schlafapnoe entwickeln. Bei einem Schlafapnoe-Syndrom kommt es im Schlaf immer wieder zu Atemaussetzern.

Von einer Fettleber spricht man, wenn sich vermehrt Fetteinlagerungen in den Leberzellen finden. Experten nehmen an, dass circa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung der westlichen Industriestaaten unter einer nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankung leiden. Dies kann gefährliche Folgen wie eine Leberentzündung bis hin zu einer Zirrhose und Leberkrebs haben.

Gallensteine sind kleine Ablagerungen in der Gallenblase, die aus verfestigter Gallenflüssigkeit bestehen. Gallensteine kommen bei ungefähr jedem sechsten Deutschen vor, aber nur ein Viertel der Betroffenen entwickelt tatsächlich Beschwerden. Übergewicht erhöht das Risiko, Gallensteine zu entwickeln.

Krebs bezeichnet in der Medizin die unkontrollierte Vermehrung und das wuchernde Wachstum von Zellen, d. h. eine bösartige Gewebeneubildung. Durch Adipositas ist das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, wie z.B. Krebs der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, Leber oder des Dickdarms, erhöht. Die genauen Mechanismen dahinter sind zum Großteil noch ungeklärt.

Ihr Handeln ist der Schlüssel zum Erfolg:

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeiten, Gewicht zu reduzieren und dadurch Begleiterkrankungen zu vermeiden oder positiv zu beeinflussen.