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Rund ums Gewicht

Folge von Übergewicht: Folgeerkrankungen bei Adipositas

Etwa jeder Fünfte in Deutschland weist ein so starkes Übergewicht, dass Fachleute von Adipositas sprechen. Übergewicht kann die Lebensqualität erheblich einschränken und die Entstehung unterschiedlicher Erkrankungen begünstigen. Die gute Nachricht: Wer abnimmt, kann sein Risiko für Folgeerkrankungen erheblich reduzieren. Auch bei bestehenden Erkrankungen wirkt sich eine Gewichtsabnahme in der Regel positiv aus.

Fettstoffwechselstörungen sind Störungen im Fetthaushalt des Körpers. Sie können genetisch bedingt sein oder (häufiger) sekundär wegen fett- und zuckerhaltiger Ernährung und mangelnder körperlicher Bewegung entstehen. Fettstoffwechselstörungen sind besonders heimtückisch, weil sie lange Zeit keine Beschwerden machen. Erhöhte Blutfettwerte (LDL, Triglyzeride, Cholesterin) und die daraus resultierenden Ablagerungen an den Blutgefäßwänden (Arterien) können die Lebenszeit drastisch verkürzen. Bedrohlich sind insbesondere Spätfolgen wie die koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit).

Die Ursachen für Schnarchen können sehr unterschiedlich sein. Studien weisen darauf hin, dass Adipositas Schnarchen begünstigen kann. Über 60 Prozent der Schnarcher haben ein mittleres bis starkes Übergewicht. Das führt zu einem veränderten Stoffwechsel, der sich auf die Muskulatur im Rachenraum auswirkt. Bei manchen Betroffenen lagert sich auch Fettgewebe im Rachenraum an. Dieses Gewebe ist nicht elastisch und erschwert möglicherweise den Atemfluss. Auch Schlafapnoen mit lebensgefährlichen Atemaussetzern sind bei Menschen mit Übergewicht häufiger.

Zu den typischen Folgeerkrankungen von starkem Übergewicht zählt Diabetes mellitus. Das ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich zu viel Zucker im Blut ansammelt. Sie wird in der Alltagssprache auch Zuckerkrankheit genannt. Es gibt zwei Formen von Diabetes: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Menschen mit Übergewicht haben ein fast dreimal so hohes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Diese Form der Zuckererkrankung ist – im Gegensatz zu Typ-1-Diabetes – oftmals vom Lebensstil abhängig: Zu wenig Bewegung und eine ungünstige Ernährung zählen zu den Ursachen von Typ-2-Diabetes.

Zu den in westlichen Industrieländern weit verbreiteten Erkrankungen gehört die nicht-alkoholische Fettleber. Etwa ein Viertel der Bevölkerung ist betroffen. Bei einer Fettleber sammelt sich übermäßig viel Fett in der Leber – was dort eigentlich nicht hingehört. Zu den typischen Risikofaktoren einer Fettleber zählen Adipositas und Typ-2-Diabetes mit metabolischem Syndrom. Sie kann aber auch die Folge einer Erkrankung, von Medikamenten oder einer Chemotherapie sein.

Zunächst verspüren die meisten Betroffenen keine Symptome, außer einem gelegentlichen, leichten Druck in der rechten Bauchhälfte. Behandelt werden sollte eine Fettleber aber trotzdem, um zu verhindern, dass als Folge möglicherweise eine Leberentzündung, Leberkrebs oder eine Leberfibrose entsteht.

Eine nicht-alkoholische Fettleber kann sich in einigen Fällen durch die Umstellung der Lebensgewohnheiten – gesunde Ernährung, mehr Bewegung – und eine entsprechende ärztliche Behandlung zurückbilden.

Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen Harninkontinenz und Adipositas. Besonders das Bauchfett belastet die Blase und erhöht den Harndrang. Britische Forscher haben herausgefunden, dass mit jedem Pfund mehr auf der Waage und jedem Zentimeter mehr an der Taille das Risiko für Blasenschwäche ansteigt. Die Forscher haben sogar konkrete Zahlen vorgelegt: Pro fünf BMI-Punkte steigt das Risiko für eine Blasenschwäche offenbar um zwanzig Prozent. 

Krebs kann an vielen verschiedenen Stellen im Körper entstehen. Wenn sich Krebs ausbreitet, zerstört er gesundes Gewebe. Das kann dazu führen, dass wichtige Körperfunktionen gestört werden und Organe nicht mehr richtig arbeiten. Adipositas erhöht das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen wie beispielsweise Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leberkrebs, Dickdarmkrebs oder gynäkologische Krebserkrankungen. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht vollständig erforscht.

Starkes Übergewicht (Adipositas) ist ein hoher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Menschen mit Adipositas muss das Herz schließlich deutlich mehr Körpermasse mit Blut und Sauerstoff versorgen. Herz und Blutgefäße sind deshalb stärker belastet. Durch die Überlastung des Herzmuskels kann sich auch eine Herzschwäche bilden. Bereits kleinere Gewichtsreduktionen von beispielsweise 5 Prozent wirken sich laut Studien positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Dies gelingt durch eine Veränderung des Lebensstils durch gesündere Ernährung und mehr Bewegung.

Oft sind es Druckgefühle im oberen Bauch oder kolikartige Schmerzen, die den Verdacht auf Gallensteine aufkommen lassen. Bei etwa jedem sechsten Deutschen finden sich diese kleinen Kristalle in der Gallenblase, aber nur ein Viertel der Betroffenen entwickelt tatsächlich Beschwerden. Starkes Übergewicht aufgrund von kalorienreicher Ernährung mit vielen Kohlenhydraten oder Fetten und wenig Bewegung gehören zu den Risikofaktoren für Gallensteine. Aber auch eine genetische Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen. 

Arthrose ist so etwas wie eine Volkskrankheit: Jeder fünfte Erwachsene leidet im Laufe seines Lebens in Deutschland an dieser Gelenkerkrankung, weltweit sind zehn bis 15 Prozent betroffen. Bei einer Arthrose (Gelenkverschleiß) werden die Gelenkknorpel, also die Schutzschicht zwischen den Knochen, nach und nach zerstört. Was dazu führen kann, dass die Knochen schmerzhaft aufeinander reiben, sich die Gelenke entzünden, verdicken und in Folge versteifen.

Übergewicht begünstigt eine Arthrose einerseits wegen der stärkeren Belastung bestimmter Gelenke, zum anderen aber auch wegen des vermehrten Fettgewebes, in dem sich Stoffe (Zytokine) befinden, die an der Zerstörung der Knorpel beteiligt sind.

Die ersten Symptome von Gicht (Arthritis urica) zeigen sich häufig in den Zehen. Es sind Ablagerungen von Harnsäure, die die Zehengelenke schmerzen lassen und damit erste Hinweise auf eine mögliche Gicht-Erkrankung geben. Generelle Ursache dieser Stoffwechselerkrankung ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. Besonders gefährdet sind Frauen und Männer, die von Übergewicht betroffen sind. Bereits ab einem BMI von mehr als 25 steigt das Gicht-Risiko. Die Erkrankung wird jedoch noch durch verschiedene andere Auslöser begünstigt: Dazu zählen Krankheiten, Medikamente, eine ungesunde Ernährung (z. B. viel Fleisch und Innereien), Bewegungsmangel und exzessiver Alkoholgenuss.

Wenn Sie einen BMI von 30 oder mehr haben, sind Sie adipös. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, das Körpergewicht zu reduzieren. Ihr Handeln ist der Schlüssel zum Erfolg: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Möglichkeiten es gibt, Ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Bei Adipositas kommt es oft nicht darauf an, so schnell und so viel wie möglich abzunehmen. Radikal- oder Blitzdiäten können den Körper belasten . Viel sinnvoller ist es, das Körpergewicht Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum zu senken und das Gewicht im Anschluss langfristig stabil zu halten. Das klappt natürlich nur, wenn die Veränderungen alltagstauglich sind und der Genuss beim Essen nicht auf der Strecke bleibt.

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, die nötigen Veränderungen anzugehen. 

Mehr zum Thema Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Artikel „Adipositas behandeln: So können Sie Ihr Gewicht dauerhaft reduzieren"
Frau mit Übergewicht im Beratungsgespräch: Adipositas erhöht das Risiko für viele Erkrankungen

Mehr zum Thema Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Artikel „Adipositas behandeln: So können Sie Ihr Gewicht dauerhaft reduzieren"

Sie brauchen Unterstützung beim Abnehmen und möchten mehr über die Auswirkungen von Übergewicht wissen? Mithilfe unseres Spezialisten-Finders können Sie nach Spezialist*innen in Ihrer Nähe suchen, die Sie auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Gewicht begleiten. Mit unserem Spezialisten-Finder finden Sie Adipositas-Experten in Ihrer Nähe.
Frau mit Adipositas recherchiert im Internet nach Hilfe beim Abnehmen.

Sie brauchen Unterstützung beim Abnehmen und möchten mehr über die Auswirkungen von Übergewicht wissen? Mithilfe unseres Spezialisten-Finders können Sie nach Spezialist*innen in Ihrer Nähe suchen, die Sie auf Ihrem Weg zu einem gesünderen Gewicht begleiten. Mit unserem Spezialisten-Finder finden Sie Adipositas-Experten in Ihrer Nähe.

Adipositas wird in drei Schweregrade eingeteilt: Adipositas Grad I, Adipositas Grad II und Adipositas Grad III. Mit dem Body-Mass-Index (BMI) lässt sich bestimmen, welcher Schweregrad vorliegt. Mit unserem BMI-Rechner können Sie Ihren BMI kostenlos errechnen. Geben Sie einfach Ihre Daten ein. Direkt im Anschluss erhalten Sie eine erste Analyse mit Handlungsempfehlungen.
Bild Frau auf Waage.

Adipositas wird in drei Schweregrade eingeteilt: Adipositas Grad I, Adipositas Grad II und Adipositas Grad III. Mit dem Body-Mass-Index (BMI) lässt sich bestimmen, welcher Schweregrad vorliegt. Mit unserem BMI-Rechner können Sie Ihren BMI kostenlos errechnen. Geben Sie einfach Ihre Daten ein. Direkt im Anschluss erhalten Sie eine erste Analyse mit Handlungsempfehlungen.
Paar beim Spazierengehen: Wer abnimmt, kann das Risiko für Folgeerkrankungen erheblich reduzieren

Im Internet finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Abnehmen und die Folgen von Übergewicht. Auch Netzwerke oder Selbsthilfegruppen helfen Ihnen kompetent weiter. Vielen Betroffenen hilft der Austausch mit Gleichgesinnten. Zahlreiche Selbsthilfegruppen bieten wertvolle Unterstützung. Eine Liste von Selbsthilfegruppen-Verbänden und Behandlungseinrichtungen erhalten Sie auf der Webseite der Deutschen Adipositas Gesellschaft. In besonders schweren Fällen sind gezielte Behandlungsprogramme in einem Krankenhaus oder in geeigneten Rehabilitationseinrichtungen sinnvoll.

Lesen sie hier, wo Sie gute Informationen, Tipps und Hilfe finden: Leben mit starkem Übergewicht: Hier finden Sie Informationen, Tipps und Hilfe.

1. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (2018). Starkes Übergewicht (Adipositas). Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/starkes-uebergewicht-adipositas.2602.de.html (Abruf 15.10.2021)

2. Pschyrembel (2018). Adipositas. Verfügbar unter: https://www.pschyrembel.de/adipositas/T00G5/doc/ (Abruf 15.09.2021)

3. Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft: Prävention und Therapie der Adipositas. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 050/001 (Abruf 15.10.2021)

4. Mensink, Gert et al. (2013): Übergewicht und Adipositas in Deutschland – Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt 2013, Band 56, Ausgabe 5-6. S. 786-794

5. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (2018): Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen. Verfügbar unter: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/088-001l_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2018-02.pdf (Abruf 15. 10.2021)

6. Stiftung Gesundheitswissen (2021). Adipositas Folgeerkrankungen. Verfügbar unter: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/adipositas/folgeerkrankungen (Abruf 15.10.2021)

7. Ärztezeitung (2020). Mit steigendem BMI schwächelt häufiger die Blase. Verfügbar unter: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Mit-steigendem-BMI-schwaechelt-haeufiger-die-Blase-405066.html (Abruf 15.10.2021)

8. Krebsinformationsdienst (2021). Krebsarten. Verfügbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/krebs-tumor-metastasen-definition.php (Abruf 15.10.2021)

9. Das Gastroenterologieportal (2021). Gallensteine. Verfügbar unter: https://dasgastroenterologieportal.de/Gallensteine_Cholelithiasis.html (Abruf 11.11.2021)

10. Deutsche Herzstiftung: Abnehmen entlastet Herz und Kreislauf. Verfügbar unter: https://www.herzstiftung.de/service-und-aktuelles/presse/pressemitteilungen/abnehmen-entlaset-herz (Abruf am 11.11.2021)

11. Ärzteblatt (2017). Arthrose: Was gibt es Neues. Verfügbar unter https://www.aerzteblatt.de/archiv/183365/Arthrose-Was-gibt-es-Neues (Abruf 11.11.2021)

12. Internisten im Netz (2021). Gicht: Risikofaktoren. Verfügbar unter: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/gicht/risikofaktoren.html (Abruf 11.11.2021)

13. Thieme-connect (2020). Gicht – auch eine Frage des Lebensstils. Verfügbar unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1243-1145.pdf (Abruf 11.11.2021)

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